Bericht über den Aktionstag für den Frieden

Eindeutiges Zeichen für Dialog und Verständigung in Elmshorn

Am Samstag, dem 4. März 2023 konnten Passanten auf dem Elmshorner Alten Markt von 10:00 bis 14:00 Uhr Helium-Ballons mit einer persönlichen Friedensbotschaft aufsteigen lassen.

Zudem waren sie eingeladen, an einer Abstimmung teilzunehmen, in der es um nicht weniger ging als um die Frage zu Krieg und Frieden.

Mit bunten Bällen, die die Passanten in die mit JA und NEIN gekennzeichneten Plexiglassäulen warfen, konnten sie abstimmen, ob weitere Waffen an das Militär der Ukraine geliefert werden sollen oder nicht. Das Votum fiel eindeutig aus: 95 Teilnehmer waren gegen die Lieferungen, 12 dafür.

In allen 16 Bundesländern hatte dieBasis zu diesem „Aktionstag für den Frieden“ aufgerufen. Der Kreisverband Pinneberg hatte seinen Info-Stand in Elmshorn.

Lockten die Helium-Ballons vor allem die Kinder mit ihren Eltern an, so ergaben sich dennoch auch Gelegenheiten, sowohl mit einigen Eltern als auch mit manchem Passanten ins Gespräch zu kommen.

Die meisten waren sehr entschieden und lehnten weitere Waffenlieferungen an die Ukraine ab. Eine Minderheit sprach sich für die Solidarität mit der Ukraine aus, die man dadurch zeigen könne, dass man sie in ihrem Freiheitskampf gegen Putins Russland auch mit Waffen unterstützen müsse. Und wieder andere waren nicht sicher, was der richtige Weg des Umgangs in diesem Konflikt sein müsse. Mancher Passant hatte es eilig oder war „nicht interessiert“. Andere freuten sich über die Gelegenheit, mit Menschen überhaupt sprechen zu können. Es schien, als kämen sie in ihrem alltäglichen Leben nur selten dazu.

Gespannte Erwartungen. Wie viele werden kommen?
Erste Bälle wurden eingeworfen.
Detailarbeit.
Vorbereitungen.
Der Platz füllt sich.
Wurden Sie schon gefragt?

DieBasis hat in Bezug auf den Ukraine-Russland-Konflikt eine klare Haltung:

Wir lehnen weitere Waffenlieferungen an das ukrainische Militär ab, weil wir davon überzeugt sind, dass man Frieden nicht mit einer waffenstarrenden Eskalation herbeiführen kann, sondern allein durch Dialog, Verständigung und Verhandlungen auf Augenhöhe.

Diplomatie sollte in den Beziehungen zwischen Staaten das erste Mittel der Wahl sein.

Deutschland ist de facto durch seine Waffenlieferungen an nur eine Kriegspartei selbst parteiischer Akteur geworden und scheidet für die Position des neutralen Vermittlers vorerst aus. Wie in naher oder mittlerer Zukunft eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Russland, unserem Nachbarn, möglich sein kann, ist in der gegenwärtigen gefährlich instabilen Situation nicht absehbar.

Aus unserer Sicht sollte Deutschland die Waffenlieferungen an die Ukraine beenden und dadurch das Tor zu einer Verständigung und zu ernstgemeinten und von beiden Seiten ernstzunehmenden Verhandlungsbemühungen als ehrlicher, neutraler Vermittler öffnen helfen.

„Lieber 100 Stunden umsonst verhandeln als eine Minute schießen.“, sagte einst Helmut Schmidt, Bundeskanzler von 1974 – 1982.